...in Leipzig auch alles locker ist…gestern beim losfahren hatte ich nämlich noch unterirdisch schlechte Laune, der Stau in dem wir standen, hat mich auch nicht aufheitern können. Aber das Treffen gestern, das schon, die Leute waren so offen, so warm, dass sich meine Laune sekündlich gebessert hat…das Groopsfeeling hat voll zugeschlagen:) Circa 17-18 Leute waren da, alt, jung, Studenten, Gründer, Frauen, Männer und jeder hat eine interessante Geschichte erzählt und dazu beigetragen, dass dieser Abend so schön für uns alle wurde. Hier gibt es dann den Bericht zum Treffen
Wir wohnen im Ostteil von Leipzig, genau gesagt: am Torgauerplatz. Gestern sind uns hier die vielen verlassenen Häuser aufgefallen, saniert wurde noch nicht, Fenster sind vernagelt und man hat das Gefühl, dass eine oder andere Haus will sich gerne bei der nächst bietenden Gelegenheit in sich zusammenfallen. Was für ein Unterschied zum in Watte gespackten Süden von Deutschland, den wir bisher auf unserer Reise gesehen haben: reiches Deutschland – armes Deutschland?
Die Gespäche gestern drehten sich auch darum, mit welchen Schwierigkeiten man in Leipzig zu kämpfen hat z.B. mit 50 € in der Woche zu leben, wie es ist zu arbeiten und trotzdem Beihilfe beantragen zu müssen. Warum es generell schwierig ist hier einen Job zu bekommen und wie Leipzig versucht die Stadt mit Studenten zu füllen, um der Abwanderung etwas entgegenzusetzen, die dann aber wieder Schwierigkeiten haben Jobs zu finden.
Es gibt aber natürlich auch die andere Seite von Leipzig. Ich habe gestern Tipps bekommen, was ich mir unbedingt in Leipzig während meiner Joggingrunde anschauen soll und das hab ich heute Morgen dann auch gemacht: Durch die Innenstadt, Häuser und Geschäfte glänzen, Nikolaikirche, die mit den Montagsdemonstrationen, Thomaskirche, dort liegt Bach begraben, dann zum Bahnhof, ein Kopfbahnhof von gigantischen Ausmaßen und von da zurück in den Ostteil.
Dort wieder alles anders, 50 Leute stehen in einer Schlange vor einem Laden und warten, dass er öffnet, der Laden heißt Mc Geiz…Weiter gelaufen, vorbei an einem Haus in Schutt und Asche, nur ein kleiner Rest einer Hauswand steht, dort lese ich folgende Worte: Ihr wißt doch das mit den 9 Leben….Häuser demonstrieren.
Jetzt machen Christoph und ich uns auf, um noch ein Blick auf das Völkerschlachtsdenkmal zu werfen und vielleicht finde ich die demonstrierende Wand wieder, um von Ihr ein Foto zu machen. Schade, dass wir so schnell wieder fahren müssen, mir gefällt es gut hier in Leipzig.
Wenn Ihr lachen möchtet, dann schaut Euch das Video an, Ton laut machen, Christoph und ich vor dem Treffen in Dresden:)
