...in Freiburg geht das. Der 3. Tag unserer Tour. Habe meine Pläne geändert, wollte ja eigentlich in der Natur laufen gehen, aber habe gemerkt, dass wir nichts von den Städten sehen werden, wenn ich mir die Zeit nicht anders einteile. Deshalb bin ich heute Morgen losgelaufen Richtung Freiburger Altstadt.
Ich bin hingerissen, hab mich wie im Mittelalter gefühlt, Stadttore, kleine Gassen, Kopfsteinpflaster, Abwassergräben, prächtige Gilde- und Kaufmannshäuser, schwere dunkle Balken/Fachwerk und über all dem schwebt der Freiburger Münster.
Ein Meisterwerk gothischer Baukunst, filigran schwingen sich Bögen nach oben, kann mich kaum satt sehen, so viele spannende Details gibt es zu endecken. Der Platz vor dem Münster ist gesäumt mit prächtigen Häusern, eins davon sticht besonders hervor, in tiefem Rot überstrahlt es die anderen Häuser am Platz.
Wenn man mehrmals blinzelt, kann man auf dem Marktplatz die bunten Marktstände sehen, dazu Männer in engen Beinkleidern, Schnabelschuhen, Geldbeutel am Gürtel, dicken Bäuchen, roten Gesichtern, wie sie vor dem Gasthaus stehen und sich mit Holzkrügen zuprosten. Mägde und Bürgersfrauen in weiten Röcken feilschen mit den Händlern, schwerbeladene Wagen rumpeln übers Pflaster und überall dem schwebt ein Teppich aus verschiedensten Sprachen und Dialekten, denn Basel und Frankreich sind nicht weit…
also der Ausflug hat sich gelohnt: und meine Phantasie geht manchmal mit mir durch-) Als Abschluss meiner Erkundungstour bin ich dann noch den Schlossberg hochgelaufen und wurde beschenkt mit einem wunderbaren Blick aufs Tal und die umliegenden Berge.
Dieses Erlebnis passt auch zu dem gestrigen Treffen, dies war zwar klein, aber dafür sehr fein…wir haben tatsächlich eine Nachfahrin der Freiburger Stadtgründer beim Treffen kennengelernt. Der genaue Bericht und Bilder zum Treffen findet Ihr dann hier
Ansonsten haben Christoph und ich uns ja vorgenommen jeden Tag ein tradionelles, regionales Gericht zu probieren, gestern waren es in Stuttgart die geschmolzenen Maultaschen und Fleischküchle und jetzt bin ich schon voller Vorfreude darauf, was wohl die badische Küche zu bieten hat.
